Die deutsche „Stunde Null“

Was o.g. Aussage, diese einem geflügelten Wort gleich realita bedeuten solle, hat der frühere Bundespräsident R. v. Weizäcker bereits 1983 gesagt: >>Eine „Stunde Null“ gibt es nicht.<< Vollständig richtig! So findet der denkende Mensch bei Immanuel Kant zum Erfassen was Zeit ist, grundsätzliche Feststellung über dieselbe.

  Selbst vorgestellt, die sonnenklare Kantianische Erkenntnis würde nicht existieren, ist eine „Stunde Null“ auch im übertragenen Sinn nicht gegeben. Null als eine numerische Angabe für eine Einheit, hier die Zeit nicht vorhandener Inhalt, ist ein Ding das nicht ist.

Stunde_NullIch wurde 1971 geboren. Wäre 1971 für mich die „Stunde Null“?! – – – Natürlich nicht, denn ich muss in Ansehung meines Seins ein Sein vor mir annehmen, welches allein in und durch Zeit vorstellbar ist. Es wurde dem Datum 08. Mai 1945 ein gesondertes Zeitmaß unterstellt, dessen Inhalt kein Inhalt aufweisen soll; gewissermaßen der Beginn von etwas, was sein solle. Ein Urknall einer neuen Zeitrechnung? Es mutet deutsche Geschichtsdeutung, dem Universum gleich etwas derartiges erschaffen haben zu können.

Der Begriff „Stunde Null“ ist eine Redewendung aus dem militärischen Sprachgebrauch, womit der Beginn des Ablaufs eines neuen Ereignisses [-kette] zu verstehen sei. Damit soll verstanden werden, dass der „NS-Staat“ zusammenbrach und die dt. Wehrmacht die bedingungslose Kapitulation abgab. Bekanntermaßen durch Dönitz; gewissermaßen kommissarischer Nachfolger von Hitler. Aber auch, was deutsche Amtsgeschäfte anbelangte, der Vorgänger von Adenauer. „Stunde Null“ hört sich epochal-universalistisch an, und die darin enthaltenen Sinnmuster, alles wäre vorbei, denn es beginne eine neue Zeitrechnung, da eben diese neu angehoben wurde. – – – Derartige von Pathos überschwollene Bildersprache, da diese keine Sprache der Vernunft ist, soll dem Annehmer der Stunde-Null-Doktrin dazu verleiten, zu glauben, daran sei ein Yakto (10↑(-24)= Quadrillionstel) Wahrheit. Keine Zeit ist nicht Zeit, sodass „Stunde Null“ auch „Liter Schrauben“ genannt werden kann, auf dass sich zu verständigen sei, hier würde eine neue Zeitrechnung beginnen. Weniger Dummheit, sondern systemisches Kalkül ist der Grund einer „Stunde Null“-Behauptung.

Was also ist es, was zwischen der alten Zeit, wie häufig zu lesen Hitler-Zeit (hier: Hitler-Deutschland) und nach dem Beginn der „Stunde Null“ Trennmarke sein soll? – – – Nichts? – – – Wenn es nichts dazwischen gäbe, ist die alte Zeit nahtlos in die „Stunde Null“-Zeit übergegangen!

Doch welchem Grunde nach sollte eine -neue- Zeitrechnung beginnen und wie solle diese aussehen? Vornehmlich stellt sich die Zeit nach „Stunde Null“ als ein weiter wie bisher mit der Abwesenheit von Krieg auf deutschem Boden dar. Die Begleiterscheinungen der Geschehnisse vor der „Stunde Null“, als Wilhelm Keitel alle ihm vorgelegten Dokumente unterschrieb, sonach „Stunde Null“ einleitete, war dieselbe nur eben mit Krieg. So gründete Generalfeldmarschall und Chef des Oberkommandos der Wehrmacht die „Stunde Null“. M. E. befremdlich, denn sagt dies mehr über die Befürworter der „Stunde Null“-Doktrin aus.

Adenauer_Globke_Israel

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Im Verlauf der kommenden Jahre wurde durch US-Alliierte die Bundesrepublik Deutschland aus dem Schutthaufen gehoben, Adenauer und McCloy begnadigten alle die, die für die Installation der „Neuen Zeit“ altgedient tauglich waren. Die Masse an weißgewaschenen Braunen war eine Aufgabe die auch durch ein Grundgesetzartikel, dem des Art. 131 unbürokratisch umgesetzt wurde, was soweit auch bekannt ist und allein der bezweifelt, der es nicht besser wissen will.

  1966 stellte Albert Norden auf der Frankfurter Buchmesse ein Dokumentationswerk vor, welches im Verlauf durch F.J. Strauß in einem Sondereinsatz der bundesdeutschen Polizei vor Ort beschlagnahmt wurde. Genau betrachtet, war diese öffentliche Beschlagnahmung die erste großstaatliche Polizeimaßnahme gegen Juden in Deutschland nach Beginn der „Stunde Null“ aufgrund der vorgelegten wissenschaftlichen, schriftstellerischen Tätigkeit. Natürlich galt Prof. Dr. Albert Norden, dessen Vater 1943 in Theresienstadt durch Täter des Systems vor der „Stunde Null“ ermordet wurde, bei der Polizeiaktion nicht als Jude, denn als Kommunist. Also, ist jemand Deutscher mit jüdischen Wurzeln und Kommunist, dann ist er solitär Kommunist und dann Antisemit. Wäre Albert Norden Geldeintreiber für das JCC gewesen, wäre er Jude gewesen. Schon sonderbar, wann und wie Dritte an Menschen ihr Jüdischsein zuerkennen, respektive unberücksichtigt bleibt. Angemerkt: Viele derer die sich nach dieser mysteriösen „Stunde Null“ in deutschen Amtsposten platziert hatten, auf das Ende der Vor-Stunde-Null-Zeit hinarbeiteten, und dann wieder dort saßen und agierten.

  Bekannt ist, dass in Deutschland des 21. Jahrhunderts jüdischer Abstammung zu sein, bei Zweckdienlichkeit einer besonderen Benennung zugesprochen wird. Manchmal mit dem Kitsch wie bei M. Wolffsohn, der zumindest mir weniger durch seine Fähigkeit seines Fachbereichs auffiel, denn mehr, wie er sich in Talkshows und Buch in Szene setzte, sich fühle mit der „Geburtstraumgemeinschaft“ als Holocaustüberlebender (Wir Glückskinder; 2017). Nachdem 1939 die Wolffsohns nach Palästina zogen, wurde er 1947 in Tal Abib Yaffa geboren (siehe: https://rotefahne.eu/2017/07/die-post-mortem-freundschaft-des-michael-w/).

Wenn von Personen wie vorgenannt oder auch Charlotte Knobloch das Gerede ist, wobei unbekannt was diese Person beruflich ausführte, bevor sie zur „Stammesältesten“ erkoren wurde, wird von „Juden“ gesprochen. Hören wir indes reden zionistischer Dritter von und über Finkelstein, Pappe, Chomsky wird von >>selbsthassende Juden<<, wechselweise auch von (ordinäre) Antisemiten geredet. Manchmal auch von „berüchtigtem Israelkritiker“.

Herbert Baum oder Albert Norden kamen und kommen in der bundesdeutschen Geschichtsdeutung gar nicht vor. Eine offensichtlich nutzbar zu machende >>Wertigkeit wer Jude ist<< und wer nicht, ist in einer post-„Stunde Null“-Wertedemokratie anmerkenswert. Nazi_Star_IsraelEs werden Menschen die sich für die Gleichheit und Freiheit aller Menschen engagieren, wenn diese den Rassestaat Israel kritisieren verurteilt, da sie Tatsachen sprechen, als Antisemiten betitelt. Darunter weltweit Menschen mit jüdischen Wurzeln. Aus auch diesem Grund wurde der bekannte Begriff „selbsthassender Jude“ etabliert, dieser wohl aus der klinischen Psychiatrie entlehnt wurde. >>Ichhasser<< oder >>ichhassender Jude<<. Über diese Begriffe ist zu ergründen, ob es sich hierbei um typisch prädisponiert jüdische Erkrankungen aus dem psychischen Formenkreis handelt. Dann wird es dafür auch einen ICD-10-Code geben. Nachgesehen. Nichts. Von dieser unterstellten Judenkrankheit ist nichts bekannt, nichts vermeldet was als Diagnose kodiert werden könnte.

  Dass naturgemäß nichts sachliches zu finden ist über eine „naturwissenschaftliche“ Benennung wie „Selbsthass“, dieser von Dritten wahrgenommenen „Judenkrankheit“ liegt daran, dass es sich um zionistischen Antisemitismus handelt. Möglicherweise verursacht durch ICD-10 F91.- Ein Bildredakteur sagte einmal, er sei ein nichtjüdischer Zionist, womit der Grundsatz was Zionismus ist, zweifelsfrei geäußert wurde. Zionismus ist unjüdisch!

Der zionistische Antisemitismus, der auch als antisemitischer Philosemitismus definiert ist, stellt eine invertiert rückbezügliche Feindschaft gegenüber Menschen anderen Kulturkreises, i.d.F. der Judenfeindschaft dar, in dem auch Menschen ihre jüdische Kultur ablegten und folgend, als Surrogat für ein gesellschaftlich-wirtschaftlich-politisch einträglichere Position, durch seelisch-geistige Promiskuität Ideologie annahmen und hierdurch zu Zionisten wurden.Israel_Butcher

Seit der Wahn des Zionismus wahres und also einziges Judentum unterminiert, ist es auffällig, dass der zionistische Antisemitismus in seinen Handlungen umfassend Rückgriff auf die Vor-Stunde-Null-Zeit nimmt. Handlungsbezogen weist der Zionismus in identischer Form von gravierenden Animositäten gegen Judentum, gegen Vernunft; in Summa gegen alles was nicht dem reinen Ideal des Zionismus entspricht, auf dieselben Verhaltensmuster wie es deutsche Faschisten gegen jeden anderen, i.B. gegen Juden taten.

  SiloneAll die Menschen mit jüdischen Wurzeln die sich gegen Rassenwahn, sonach gegen Israel, Zionismus, Imperialismus idem gegen Apartheid aussprechen, werden entweder ignoriert oder mit der Antisemi- tismusunterstellung belegt. Die Schablone der Unterstellung erhalten per se, durch ihr Sein und Existenz Araber (Semiten), Muslime in toto. Es ist nicht die Rede von „Vorführäffchen“ wie eines A. Mansour. Herr Mansour weiß wohl genau, kein Mensch lügt, außer ihm erwächst daraus einträglich Vorteil. Welcher ist der seine?

  Was die „Stunde Null“ anbelangt, bei derer sich, pünktlich wie die Maurer, Zionisten und Imperialisten geistig trafen, kann gesagt werden: Wenn es eine „Stunde Null“ dann doch geben würde, respektive gegeben hätte, metaphorisch oder tatsächlich, dann muss es folgerichtig auch 1 Stunde und 1 Millisekunde vor/nach Null geben/gegeben haben. Doch davon ist bisher nichts bekannt.

  Es wird, um abschließend auf Immanuel Kant zurückzukommen, vermerkt, es gab unzählige Ereignisse. Der 30jährige Krieg, der Bau der Cheopspyramide, das Sinken der Titanic, den Zweiten Weltkrieg. Dann wurde behauptet, genau nach diesem Krieg begann eine neue Zeit vermittelst der „Stunde Null“. Diese ominöse „Neuzeit“-Rechnung habe bewirkt, dass „alles“ neu und demokratisch und menschlich[er] wurde. Gesegnet sei die Umbenennung, und Neurechnung gleich mit!

Bundesregierung_1

Nach wie vor werden auf dieser Welt Menschen beraubt, diskriminiert, inhaftiert, gezielt getötet. Bereits 70 Jahre lang hält das Terrorregime Israel das gestohlene Palästina in mörderischer Haft. Der israelische Faschismus hat das Judentum geraubt. Der israelische Faschismus ist veritabler Profiteur des deutschen Faschismus vermittels seiner Holocaust-Industrie.
  Nie hat sich jemals Zeit geändert und nicht einmal die Verbrechen bis zum heutigen Tag. Was sich geändert hat, das ist als „Stunde Null“ bekannt, dass deutsche Befürworter des Zionismus an der Tötung des palästinensischen Volkes beteiligt sind.

Mit „Stunde Null“
hat sich allein die Herkunft der Opfer und der Ort der Täter gewechselt,
sonst gar nichts.

Granatenbeschuss auf Wohnhaus in Gaza Stadt; click das Bild um zum Video zu gelangen

WATANA MEDIA AGENCY
PALESTINE

watana

Moege

Kindermord

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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